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Erneuerungsinvestitionen

Unter Erneuerungsinvestitionen versteht man Investitionen, die beispielsweise dem Erhalt von Infrastruktur oder Bahnhöfen dienen. Teilweise wird der Begriff der Erneuerungsinvestitionen auch als Reinvestition bezeichnet. Bereits heute fehlen den Verkehrsunternehmen 2,35 Milliarden Euro für dringende Sanierungsarbeiten.
Hinsichtlich der Erneuerungsinvestitionen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) besteht eine Diskussion darüber, wie die notwendige Finanzierung nach dem Auslaufen des Entflechtungsgesetzes Ende 2019 fortgesetzt wird. Hier steht die Frage an, wie die in den letzten Jahrzehnten gebauten Anlagen, die nunmehr in die Jahre kommen, saniert werden können.

Zum Thema ÖPNV-Finanzierung haben die Bundesländer gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) eine Studie veröffentlicht. Diese ermittelt für die kommenden Jahre einen immer weiter steigenden Finanzierungsbedarf. Allein beim ÖPNV ist schon jetzt ein Sanierungsstau von 2,35 Milliarden Euro entstanden. Für turnusmäßige Erneuerungsinvestitionen sind jährlich 550 Millionen Euro notwendig. Hiervon können zurzeit aus Eigenmitteln der Aufgabenträger und Infrastrukturbetreiber jährlich 220 Millionen Euro finanziert werden. Es bleibt eine Finanzierungslücke von 330 Millionen Euro. Und jedes Jahr kommen weitere 330 Millionen Euro hinzu, die aus Eigenmitteln der Verkehrsunternehmen allein nicht gedeckt werden können. Bei den Verkehrsanlagen der Nichtbundeseigenen Eisenbahnen besteht zusätzlich ein Erneuerungsbedarf in Höhe von 150 Millionen Euro jährlich. Insbesondere sind hiervon regionale Schienenwege betroffen, die nur durch den Güterverkehr genutzt werden. (Quelle: Studie „Finanzierungsbedarf des ÖPNV bis 2025“
Untersuchung der Intraplan Consult GmbH im Auftrag des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, des Deutschen Städtetages, der 13 Bundesländer, 2009.)

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