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Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit im Verkehrssektor bedeutet: Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen zu erfüllen und gleichzeitig beispielsweise weniger Energie oder Flächen zu verbrauchen, Lärm zu verringern oder Kohlendioxid einzusparen. Auch die Reduzierung von Risiken oder Ungerechtigkeiten können unter den Begriff fallen.

Der Begriff Nachhaltigkeit entstammt ursprünglich der Forstwirtschaft und wurde eingeführt, um langfristig die Versorgung mit Brennholz sicherzustellen. Die erste Definition wurde 1987 von der Brundtland-Kommission erstellt: „Entwicklung zukunftsfähig zu machen heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel definierte das Thema Nachhaltigkeit im Juni 2008 folgendermaßen: „Der Gedanke der Nachhaltigkeit verbindet wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit ökologischer Verantwortung und sozialer Gerechtigkeit. Diese drei Ziele bedingen einander. Denn auf Dauer ist kein Wirtschaftswachstum vorstellbar, das auf Raubbau an der Natur oder auf sozialen Ungerechtigkeiten beruht. Diese Erkenntnis ist Ausdruck unserer Verantwortung nicht nur für jetzige, sondern auch für künftige Generationen. Was wir heute tun, darf nachfolgenden Generationen die Chancen auf ein Leben in einer intakten Umwelt und in Wohlstand nicht nehmen.“

Zieldreieck der Nachhaltigkeit. Quelle: Deutscher Bundestag, Drucksache 16/10700

 

Viele Mitgliedsunternehmen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) haben nicht nur ein Management zur Qualitätssicherung (ISO 9001), zum Umweltschutz (ISO 14001) oder zur Servicequalität (DIN EN 13816) eingeführt, sondern bekennen sich darüber hinaus zur Nachhaltigkeit. Ihr Engagement zeigen sie unter anderem durch die Unterzeichnung der UITP-Charta für eine Nachhaltige Entwicklung. Der VDV selbst war einer der ersten, der im Jahr 2005 der Charta beigetreten ist. Darüber hinaus kommunizieren die Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten in Nachhaltigkeitsberichten, die im Internet zu finden sind, wie etwa bei den Verkehrsbetrieben in Bremen (BSAG), Köln (HGK und KVB), Leipzig (LVB), Düsseldorf (Rheinbahn) oder bei der Deutschen Bahn AG.

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